„Solange Kakao auf Bäumen wächst…

ist Schokolade für mich Obst“

Gut, wenn das so ist, dann ran an die Schokotorte! Aber ganz im Ernst, grundsätzlich ist Schokolade, vor allem die mit hohem Kakaoanteil, sehr gesund für den Körper. Nur ist sie für unsere Lieblinge so gar nicht ansprechend!

Was also haben Smarties & Co, was eine Schokolade mit 70 % Kakaogehalt nicht hat? Stimmt! Die bunten Farben und die witzige Verpackung! Und natürlich wissen Nestle und Ferrero sehr gut, dass durch bunte Vielfalt und Smileys ein Kinderherz gleich viel höher schlägt. Aber wir Eltern, wie wissen das doch auch. Und weil wir unsere Kinder am besten kennen, sind wir den Zuckerkonzernen doch einen großen Schritt voraus!

Kinder sind sehr originell und am allermeisten dann, wenn sie selbst zeigen wollen, dass sie einen Standpunkt haben, dass sie etwas begrüßen… oder eben auch nicht. Kinder sind vor allem dann originell, wenn es ums Essen geht. Moment! Wenn es ums Essen geht? Was wäre, wenn diese Originalität mit auf den Speiseplan kommt? Wenn ihr Kind mithelfen darf, das frische Gemüse auszusuchen und vielleicht eine kleine Küchenschürze bekommt, um sich in der Küche als wichtigen Teil zu fühlen?

Kochen, vor allem gut zu kochen, ist eine überaus kreative Tätigkeit, die Einsatz, Konzentration, Phantasie und vor allem Liebe fordert! Natürlich gibt es Rezepte mit genauen Mengen und Inhaltsangaben, aber ohne Freude an der Sache kocht es sich trotzdem schlecht. Erkennen ihre Kinder erst, wie viel Spaß es macht, auch in punkto Ernährung endlos kreativ zu sein, wächst der Appetit am gesunden Essen! Denn das ist bunt, frisch und vielseitig!

Auch Geschichten machen Essen schmackhaft!

Woher kommen diese Karotten, diese Zucchini und dieser Fisch? Aus welchem Meer kommt er und wie lange hat es gedauert, bis er jetzt hier auf diesem Teller liegt? Also ich muss zugeben, die kindliche Neugier in allen Ehren, mich interessiert das auch! Da kann man richtige Diskussionen vom Tisch brechen und Biografien von Äpfeln und Trauben erzählen!

Jeder von uns kocht anders. Das kommt auch daher, weil jeder von uns anders ist und isst! Für mich war es nicht so einfach, meinen Sohn ein Rührei selbst machen zu lassen (natürlich mit mir im Hintergrund!), obwohl er erst zwei Jahre alt war! Aber heute – ein Jahr später – macht er ausgezeichnete Rühreier (natürlich immer noch in meinem Schatten).

Aber es ist letztendlich wichtiger, seinem Kind etwas zuzutrauen, als es in seiner Kreativität einzuschränken. Mein Sohn wird vielleicht gar kein Koch, wer weiss? Aber er entwickelt heute seine Fähigkeiten, die ihm zukünftig keiner mehr nehmen kann.

Und nun ein kleines Rezept zum Nachmachen

Viel Mut zur Originalität (da würde ich nicht sparen), dazu kommt jede Menge Spaß und eine große Portion Kreativität! Und vergessen sie nicht, Liebe geht durch den Magen. Kochen sie mit Liebe und vermitteln sie ihrem Kind, dass es genau darauf ankommt. Dann versteht es von selbst, dass nicht das Fett oder der Zucker dabei das wichtigste ist, sondern der Geschmack! Und guter Geschmack, das ist das halbe Leben ?


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