Wussten Sie, dass Verantwortung aus dem Herzen kommt?

Wir wissen gut, wie wichtig es ist, die Dinge im Leben mit Freude zu tun! Jede Form von Arbeit, die ohne Freude gemacht wurde, ist ersetzbar. Anders als jemand, der seine/ihre Tätigkeit liebt und etwas Individuelles daraus schafft, dessen Tätigkeit ist unersetzbar. Wie kommt es nun, dass so viele Menschen in der Arbeit und so viele Kinder in der Schule keine Freude an dem haben, was sie tun?

Wie kommt es, dass sie ihre Freude nicht mehr spüren?

Lernprozesse sind in der Natur jedes Lebewesen auf diesem Planeten. Der Drang nach Wachstum ist Zeichen dieses Prozesses. Ein kleines Kind entwickelt sich Tag für Tag in ungeheurer Kraft und Geschwindigkeit zu einem Individuum und es hat Freude daran! Es ist SelbstgestalterIn seines/ihres eigenen Lernprozesses.

Doch dann passiert irgendetwas oder irgendjemand tritt den Kindern in ihrer Entwicklungszeit entgegen und diese angeborene Freude ist gefährdet. Sie machen plötzlich die Erfahrung, dass sich diese Freude in der Welt nicht durchsetzen kann. Und das geschieht deshalb, weil sie irgendwann lernen, dass sie nicht selbst GestalterInnen ihrer Lernprozesses sein dürfen.

Was passiert also?

Erwartungen, Absichten, Bewertungen und Anordnungen gewinnen an Bedeutung – eine Inkohärenz im Gehirn entsteht. Es bedeutet, dass das Gehirn einer neuen Herausforderung der Anpassung gegenübertritt, bei welcher die autonome Entfaltung des eigenen Potentials nicht mehr im Vordergrund steht. Es gewinnt immer mehr an Bedeutung, das zu tun, was andere von einem erwarten, als das, was man selbst in diese Welt einbringen will. Doch tutti bambini wollen ihre Individualität leben, ohne den Bewertungen anderer ausgesetzt zu sein! Sie wollen offenherzig auf andere Meinungen und Ideen zugehen und sich gegenseitig bestärken. Tutti bambini denken im großen Stil!

Alle großen Erfinder und Denker hatten große Gedanken

Dass viel Angst vor großem Denken vorherrscht, hat uns die Geschichte bereits mehr als einmal gelehrt. Am Anfang wurden alle großen Errungenschaften als Spinnerei abgewertet. Doch heute haben wir mehr denn je die Möglichkeit, über das Altbekannte hinaus zu wachsen! Dabei ist es sehr wichtig, besonders als junger Mensch diese Freude am Lernen nicht zu verlieren und somit auch die Freude an der Verantwortung, die er/sie auf dieser Welt mitbringt, um sie ein Stück lebenswerter zu gestalten. Verantwortung ist nichts, was man jemandem aufbürdet. Es kommt aus unseren Herzen und bedeutet, dass wir es wert sind, einen Teil beizutragen. Es bedeutet, dass wir wichtig sind.

Was können wir für tutti bambini tun?

Wir müssen herausfinden, wie es anders gehen kann! Es muss uns als Erwachsene ein tiefes inneres Anliegen sein, dass kein Kind seine angeborene Freude verlieren darf, zu lernen, zu entdecken und selbst zu schaffen. Wir müssen neue Wege finden, wie wir Lernprozesse und Gemeinschaften für die heranwachsende Generation so entwickeln, dass die innere Autonomie des Kindes dabei nicht verloren geht! Ihnen dabei zu helfen, sich auf ihre Suche zu begeben und das zu erkennen, was ihnen am wichtigsten ist. Dann führt man das Kind in seine Verantwortung, die es von Herzen gerne übernehmen wird. Und das ist ja das Schönste an unseren Kindern – ihr großes Herz.


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